Personendaten

Benjamin Bernhard Mangel

Nachname: Mangel
Vorname: Benjamin Bernhard
Geburtsdatum: 10. April 1933
Geburtsort: Karlsruhe (Deutschland)
Familienstand: ledig
Eltern: Robert und Dina, geb. Gersinsky, M.
Adresse: Nebeniusstr. 10
Deportation: 27.10.1938 von Heilbronn nach Bentschen (Zbaszyn) (Polen)

Biographie

Im Andenken an
Moritz und Bertha Mangel geb. Nowytarger; Robert und Dina Mangel geb. Gersinsky mit Bernhard; Rosa Fuchs geb. Mangel; Hermann Hirsch Fuchs und Fanny geb. Mangel mit Benno

Moritz und Bertha Mangel mit Kindern

Familie Mangel stammte aus dem östlichen Oberschlesien, einer seinerzeit zum russischen Reich gehörenden, nach 1919 polnischen, von Kohle- und Schwerindustrie geprägten Gegend mit dem Zentrum Katowice (Kattowitz). Die jüdische Bevölkerung hatte sich dort teilweise schon von der traditionellen Lebensweise des „Shtetl“ entfernt und war zunehmend in Fabrik oder Heimarbeit abhängig beschäftigt. Unter dem Eindruck von Arbeitslosigkeit, judenfeindlichen Ausschreitungen und antikapitalistischen Unruhen zog um 1905/06 die jüngere Generation der Mangels mit ihren Kindern ins westliche Deutschland, ein Teil von ihnen nach Karlsruhe. Nach 1933 aufgrund der Nazipolitik nach Frankreich geflüchtet bzw. 1938 an die polnische Grenze abgeschoben, kehrten einige Familienmitglieder in das oberschlesische Industrierevier zurück, das mit dem Einmarsch von Hitlers Armeen deutsch wurde. Von den neun Personen, denen dieser Beitrag gewidmet ist, wurde eine bereits in Karlsruhe Opfer eines Mordanschlags, acht sind in der Maschinerie der Judenvernichtung in Polen umgekommen, sieben davon an bislang unbekanntem Ort.

Moritz (Moshe) Mangel, polnisch: Moszek Mangiel, geboren am 10. Juli 1875 in Bedzin und seine Ehefrau Bertha Bajla geb. Nowytarger (polnisch: Nowytargier), geboren im November oder Dezember 1884 in Sosnowiec1, heirateten standesamtlich im März 19012. Die rituelle Eheschließung muss ganz kurz davor gewesen sein, denn die Braut war erst 16 Jahre alt. Drei Kinder kamen in Polen zur Welt: Rosa, am 24. September 19013; Fanny, am 18. Juni 19034 und Robert, am 30. September 19055, alle in der Heimatstadt der Mutter, Sosnowiec.

In Bedzin (jiddisch „Bendin“) gab es vor allem Bergbau, Metall- und chemische Industrie; das direkt benachbarte, kleinere Sosnowíec besaß Textil- und Metallindustrie. Beide Städte hatten einen beträchtlichen jüdischen Bevölkerungsanteil. Während der revolutionären Aufstände 1905/06 in Russland waren beide auch Zentren von Kämpfen der sozialistischen Arbeiterbewegung gegen Rechtlosigkeit und Missstände im Zarenreich.

Von Moszek Mangels Eltern kennen wir nur einige Details: der Vater Majer (1841-ca.1906) war ein Sohn von Jakob und Hadassa; die Mutter Jentla war eine geborene Federman und ist 1919 in Polen verstorben.
Moszek hatte drei ältere Geschwister: Hinda (geb. 1862), verheiratete Goldczwajg; Rywka (geb. 1865), verheiratet mit Menachem Fuchs; und Jakob Hersz (geb. 1869), verheiratet mit Sima (Sabine) geb. Szwajcer. Von Familie Fuchs und von Jakob Hersz Mangels Familie wird noch die Rede sein.6

Bertha Bajla war die Tochter von Benjamin Nowytarger und Ruchla Rosa Laja geborene Sztainhof. Bajla hatte einen Zwillingsbruder, Mordka (Mordechai). Nach dem Tod ihrer Mutter 1885, vermutlich im Kindbett, zog ihre Stiefmutter Bacia geb. Libermensch sie groß. Weitere Geschwister, die das Erwachsenenalter erreichten, waren Abraham (geb. 1895), Bina (geb. 1898) und Frymeta (geb. 1902). Ihr Vater Benjamin war Lebensmittelhändler, er findet sich 1926/27 im „Branchenadressbuch für Polen und Danzig“ mit der Adresse Sosnowiec, ulica Renardowska 41. Er ist um 1932 verstorben.

Das Ehepaar Mangel kam mit ihren drei kleinen Kindern etwa 1906 in Karlsruhe an.
Moszek (in Deutschland nun: Moritz) Mangel bestritt den Lebensunterhalt der Familie zunächst als „Taglöhner“7, also als eine Art Arbeiter auf Abruf, handelte später aber mit Berufskleidung, Wäsche und Galanteriewaren, die er zugleich als Reisender auf Abzahlung verkaufte. Ein Zubrot verdiente er als gefragter, geübter Vorbeter, „der eine gute Stimme hatte“, wie sein Sohn Max später berichtete.8 Ehefrau Bertha Bajla war Hausfrau.
In Karlsruhe kamen zwei Kinder zur Welt: Max Meir am 4. März 1907 und Selma am 3. Juni 1909.

Laut den Adressbüchern war Familie Moritz Mangel zunächst im „Dörfle“ in der Fasanenstraße 26, bis 1910 in der Schwanenstraße 17, gemeldet, sie wohnten jeweils im 1. Obergeschoss; dann bis um 1917 in der Durlacher Straße 56 im 2. OG (die Straße besteht heute nur noch teilweise als Brunnenstraße/Am Künstlerhaus). Ab etwa 1918 wohnte die Familie (Moritz nunmehr als Kaufmann eingetragen) in der Südstadt, Werderstraße 21, im 1. OG. Ein eigenes Wäschegeschäft, erwähnt erst in den Mittzwanzigern, befand sich in der Durlacher Straße 70 parterre, im Haus von Albert Marx, Bremser bei der Reichsbahn.9 Die Auschwitz-Überlebende Frieda Heimann (1910-85), Tochter von Albert Marx, die nach dem Krieg wieder nach Karlsruhe zurückgekehrt ist, konnte sich gut an Familie Mangel erinnern. Das Haus Durlacher Straße 70 überstand zwar den Krieg, aber das ganze südwestliche Ende der Straße verschwand in den 1970er Jahren bei der Altstadtsanierung.

Alle fünf Kinder der Familie Mangel besuchten Karlsruher Schulen und sicher auch den Religionsunterricht der Israelitischen Gemeinde in der Kronenstraße.


Rosa und Fanny
Am 16. Mai 1922 gab es ein frohes familiäres Ereignis, die älteste Tochter Rosa heiratete den am 1. Dezember 1897 in Bedzin geborenen Cousin Abraham Tzvi Hirsch (Hermann) Fuchs, Sohn von Nuchem (Menachem) Fuchs und Rivka geb. Mangel, Moritz' Schwester.

Am 9. oder 10. Oktober 1922 kam das erste Enkelkind der Mangels zur Welt, Jutta, genannt Dodi. Ihre Mutter half bald nach der Entbindung wieder im Geschäft. Den An- und Verkaufsladen in der Durlacher Straße 93 mitsamt Wohnung mietete Ehepaar Fuchs von Ludwig Homburger (geb. 1866), Bruder des Kinderarztes und Vorsitzender des Synagogenrats in der Kronenstraße, Dr. Theodor Homburger.

Am 4. Juli 1923 traf die ganze Familie ein furchtbarer Schlag. Das Karlsruher Tagblatt meldete in seiner Ausgabe vom 5. Juli: „Heute nachmittag gegen 5 Uhr wurde der Hermann Fuchs Ehefrau geborene Mangel in ihrem Trödlerladen Durlacherstraße 93 der Hals durchschnitten, was den Tod zurfolge hatte. Ob etwas im Laden geraubt wurde, steht noch nicht fest. […] Auf die Ergreifung des Täters wird hohe Belohnung zugesichert“.10

Der „Badische Beobachter“, Organ der katholischen Zentrumspartei, versuchte in seiner Ausgabe vom 6. Juli bereits, die Ereignisse zu deuten: „Der Mord am Mittwoch nachmittag hat begreiflicherweise die Bevölkerung der sonst so ruhigen Stadt Karlsruhe in große Aufregung gebracht. […] Jetzt steht fest“, so der ungenannte Redakteur, „dass der Mord nicht beabsichtigt, sondern eine Tat der Erregung war.“ Der mutmaßliche Täter R., ein Gelegenheitsarbeiter „begab sich am Mittwoch nach Schluß der Arbeitszeit mit mehreren Freunden in die Altstadt, um sich ein Paar Schuhe zu kaufen. Er trat allein in den Trödlerladen der Eheleute Fuchs ein. Da keine Augenzeugen vorhanden sind, kann man sich bei der Erklärung des Vorfalls nur auf Teilvermutungen stützen. Anscheinend wollte R. ein Paar Schuhe kaufen, geriet aber in Streit mit der Ladeninhaberin, zog darauf vor Zorn erregt das Messer und versetzte der Frau einen tiefen Stich in den Hals. Fürchterlich schreiend stürzte die Verletzte, mit beiden Händen am Hals das Blut zurückhaltend, zu ihren Eltern [d.h. in deren Geschäft Durlacher Str. 70], wo sie alsbald verblutete. Die Umwohner […] sahen den Mörder davoneilen, er wurde auch festgehalten, aber auf seine Mitteilung, ein harmloser Passant zu sein, losgelassen.“

Woher der Berichterstatter die Gewissheit nahm, dass es sich um eine Tat im Affekt handele, die Ergebnis eines Streits mit der Händlerin war, ist rätselhaft, gibt er doch an, dass es keine Augenzeugen gab, und der Täter war noch nicht gefasst. Diese Zeitungsmeldung wird im Sommer 1923 im Kontext galoppierender Inflation und wirtschaftlicher Not der arbeitenden Bevölkerung zweifellos das antisemitische Klischee der Raffgier bedient haben, das letztlich den ominösen „Volkszorn“ heraufbeschwor...

Die Wochenzeitung „Der Israelit“ berichtete über den Hergang: „Nach wenigen Minuten verstarb Frau Fuchs in den Armen ihrer Mutter mit den Worten: 'Mutter, man hat mich abgeschlachtet, ich will nicht sterben, nimm das Kind' […] Bei der Beerdigung dieser so jählings und meuchlings aus dem Leben gerissenen, kaum 22 Jahre alten jungen Frau, sah man eine enorme Menschenmenge, sowohl Juden und Nichtjuden, die tiefergriffen dem Sarge folgte“. Bis dato „konnte man [...] noch nicht feststellen, ob es sich um einen Raubmörder handelt, oder ob der Mörder ein Geheimsendling der Hitlerbande ist, die auch hierher ihre Verbrecherhorden zu verbreiten gedenkt“.11

Das Karlsruher Tagblatt meldete schließlich am 11. Juli: „Der durch seine Bluttat berüchtigte Taglöhner R., der den Mord in der Durlacherstraße ausübte und nach der Tat flüchtig ging, konnte in Hanau festgenommen werden. Er wurde […] ins hiesige Gefängnis eingeliefert“.
Über Ermittlungen und Gerichtsverfahren ist keine Überlieferung mehr im zuständigen Generallandesarchiv zu finden.

Rosa Fuchs wurde auf dem liberalen Teil des Friedhofs Haid-und-Neu-Straße begraben. Ein Teil der Inschrift auf ihrem sonst gut erhaltenen Stein wurde beschädigt oder entfernt und ist nicht mehr lesbar.12

Nach Ende der traditionellen Shloshim-Zeit (etwa 30 Tage) konnte der Witwer wieder heiraten, schließlich gab es ein Baby zu versorgen. So schloss er am 27. Februar 1924 die Ehe mit Rosas jüngerer Schwester, Fanny. Mit Fanny hatte Hermann die nach ihrer verstorbenen Tante benannte Tochter Rosa, genannt Rosel, geboren am 20. November 1924,13 und den Sohn Benno, genannt Bubi, geboren am 25. Oktober 1929.

Familie Fuchs findet sich ab 1922/23 in den Adressbüchern. „Fuchs, Hirsch; Kaufmann“ ist bis etwa 1926 in der Durlacher Straße 93 im Erdgeschoss eingetragen, dann „Fuchs, Hermann; An- und Verkaufsgeschäft“ in der Zähringer Straße 23, ebenfalls Erdgeschoss. Eigentümer dieses Hauses war Hermann Oppenheimer. Ab 1930 gab es sogar Telefon. 1931 zogen Familie und An- und Verkauf schließlich in das 1. OG der Waldhornstraße 31, Ecke Zähringerstraße um, wo parterre ein kleines Ladengeschäft war. Die Wohnung bestand aus vier kleinen Zimmern und einer Kammer.14 Laden und Wohnung kosteten um diese Zeit 100 RM Miete15.

Nach 1933 wurde der Handel mit Gebrauchtkleidern immer schwieriger, so dass Ehepaar Fuchs überwiegend auf neue Herrenkleidung umstellte, wie sich eine Jugendfreundin von Rosa, Gertrud Schiatti, später erinnerte.

Die beiden Mädchen Jutta und Rosa begannen sicherlich in einer regulären Volksschule, mussten aber ab 1936 wie alle anderen die Jüdische Schule in der Markgrafenstraße besuchen. Der kleine Bruder Benno war erst im Frühjahr 1936 schulpflichtig und wird direkt dort eingeschult worden sein.

Am 10. November 1938 wurde das Geschäft in der Waldhornstraße 31 von den Nazibanden der Reichspogromnacht überfallen, die Schaufensterscheibe eingeschlagen und ein Teil der Ware geplündert. Seither musste der Laden geschlossen bleiben. Fanny Fuchs und ihre Tochter Rosa mussten die verbliebenen Waren unter Aufsicht eines amtlichen Revisors „ausverkaufen“, d.h. verschleudern.

Else Kotkowski und Jenny Przysucha, die beide nach Palästina gegangen waren, erinnerten sich nach dem Krieg an das kleine, aber ursprünglich gutgehende Geschäft der Familie Fuchs.17

Von Jutta Mangels Werdegang ist leider wenig in den Akten zu erfahren. Es gelang ihr offenbar frühzeitig die Alijah nach Palästina; Ende 1939/Anfang 1940 lebte sie – inzwischen Aviva genannt – in einem Kibbuz in Palästina,18 heiratete 1941 Kurt Heimann und hatte eine Tochter, Edna. 1988 kam Ehepaar Heimann zur Reunion nach Karlsruhe.

Über Rosa sind etwas mehr Details zu finden: Ein damaliger Mitschüler, Louis Maier,19 erinnerte sich an die aus Osteuropa stammenden Kinder in seiner Klasse: „Ich kann noch viele von ihnen vor mir sehen: Das Stieglitz-Mädchen, das unterm Pult Handschuhe strickte, während der Lehrer unterrichtete; Rose Fuchs, die das stärkste Mädchen in unserer Klasse war, [Moses] Mahler mit seinen großen Ohren und Gloria Mann [...]“.

Im selben Jahr erhielt Rosa passenderweise eine Urkunde für ihre Leistungen beim Sportfest der Jüdischen Schule.20 Im November 1938 war sie bereits auswärts21 zum berufsvorbereitenden Training - der Hachshara - in Schniebinchen im damaligen Kreis Sommerfeld (Niederlausitz). Die heutige Ortschaft Swibinki liegt in Polen, unweit der brandenburgischen Stadt Forst. Der vom Jugendbund Habonim organisierte Hachshara-Kurs sollte die 14-Jährige auf die Einwanderung nach Palästina vorbereiten. Zur Aliyah kam es aber zunächst nicht, Rosa floh im Mai/Juni 1939 nach Dänemark,22 im Herbst 1943 illegal weiter nach Schweden, heiratete 1944 Yechiel Soibelman (später Sowel) und erreichte Palästina erst 1947. Dort wurde sie Varda genannt (nach dem hebräischen Wort für „Rose“). Das Ehepaar hatte drei Kinder: Usiel und Zipora kamen in Schweden zur Welt, Nira in Israel.


Max Mangel
Nach seinem Schulabschluss arbeitete Max (Meir) beim Bürgermeister in Ober-Liebersbach (Mörlenbach) im Odenwald, dann 1924/25 in Kleinfischlingen (Pfalz). Die nächste Arbeitsstelle war bei Fa. Jakob Reis Zigarettenfabrik in der Karlsruher Amalienstraße 37. Max' Ziel war, sich den Unterhalt zu verdienen für seine inzwischen aufgenommene Schauspielausbildung am Landestheater bei Felix Baumbach. 1930 stellte er einen Einbürgerungsantrag, in dem Baumbach ihn als „in jeder Hinsicht einwandfrei“, fleißig und strebsam schilderte.23 Da Max eine Bestätigung der polnischen Behörden fehlte, wurde sein Antrag abgelehnt. Anfang der 1930er heiratete Max die Tochter des Mannheimer Möbelhändlers Jakob Scheps, Jutta, geboren am 3. Februar 1911. Das Paar lebte zunächst bei Juttas Eltern in der Quadratestadt in S3, 7, später in der Karlsruher Waldhornstr. 31 „bei Hirsch“ (also Schwester und Schwager) und machte 1938 Alijah. Ehepaar Mangel lebte 1958 in Netanya, Shchunat En Hatchelet, Max war als Diamantschleifer tätig. Drei Kinder kamen in der neuen Heimat zur Welt.


Selma
Selma24 hatte schon als Fünfjährige Kinderrollen beim Ballett des Hoftheaters (des späteren Landestheaters bzw. Staatstheaters). Am 1. Dezember 1924 wurde sie dort Ballett-Elevin25, sie erhielt, wie ihr Bruder Max später berichtet hat, Unterricht bei Paula Allegri-Banz26 und besuchte die Lindenschule (Mädchen-Fortbildungsschule). Ab August 1927 war sie Chortänzerin. Auf Empfehlung auch von Direktor Josef Krips erhielt sie im Januar 1928 ein Stipendium und nahm Gesangsunterricht am Munzschen Konservatorium bei Rosa Bürg-Steinmann, finanziell unterstützt durch die Bankierswitwe Betty Straus. Selma trat in dieser Zeit auch im Karlsruher „Sommertheater“ als Soubrette auf, d.h. in einer heiteren Gesangsrolle, vielleicht als Kammerzofe oder Dienerin.27 Nach kurzer Rückkehr ans Landestheater erhielt sie in der Spielzeit 1930/31 ein Engagement am Stadttheater Hanau in der Operettenabteilung, sie wohnte dort Hausmannstraße 5 bzw. Marktplatz 3. Für die Spielzeit 1932/33 bewarb sie sich mit der Aussicht auf ernste Rollen am Stadttheater Aussig/Teplitz-Schönau, der Vorvertrag wurde aber mit dem Hinweis wieder gelöst, dass sie Jüdin sei. Damit war Selma erwerbslos und kehrte nach Karlsruhe zurück.
Im April 1933 zog sie nach Frankreich und schloss am 17. Februar 1934 in Paris die Ehe mit dem etwa gleichaltrigen Marcel Marx, Sohn von Louis Marx und Else, geb. Löwenthal. Selmas Eltern, zu der Zeit in der Rosenbadgasse 6 in Straßburg wohnhaft, führten das Brautpaar unter die Chuppah, den traditionellen Traubaldachin. Am 24. September 1936 starb der junge Ehemann; Selma Marx kehrte wieder nach Karlsruhe zurück, wo sie bei ihrer Schwester Fanny Fuchs in der Waldhornstraße 31 unterkam.

Am 9. Februar 1939 konnte Selma schließlich Europa verlassen. Auf der „S.S. Washington“ reiste sie von Le Havre nach New York. Ihre Cousine Suzanna Plawner und deren Mann Joseph hatten ihr offenbar zu einem Affidavit verholfen. Am 5. September 1942 heirateten Selma Marx und Thomas Ilja Ankist. Selma arbeitete im Staat New York als Kosmetikerin. 1988 kam das Ehepaar zur Reunion nach Karlsruhe. Selma ist im hohen Alter in den USA verstorben.


Robert
Über Roberts schulischen und beruflichen Werdegang ist nichts nachgewiesen; im Adressbuch wird er einmal als Kaufmann erwähnt. Mit seiner damaligen Freundin Helene S. hatte er eine Tochter, Ruth, die am 19. November 1928 in Karlsruhe zur Welt kam. Damals wohnte Robert zur Untermiete in der Kriegsstraße 173. Das Kind wurde bei der Mutter groß und Robert heiratete am 27. März 1932 „Fräulein Dina Gersinsky von Heilbronn".28 Dina war am 29. Oktober 1904 in München als Tochter von Nachman Gersinsky und seiner Frau Marie geb. Zipowski geboren worden. Die Familie stammte aus Osteuropa. In den Jahren vor der Ehe hatte Dina mit den Eltern und den Geschwistern Leopold und Frieda in Heilbronn gelebt.
In Karlsruhe brachte Dina nun am 10. April 1933 den Sohn Bernhard Benjamin zur Welt.30 Robert Mangel und Familie wohnten im 1. OG der Nebeniusstraße 10 in der Südstadt.


Flucht und Ghettoleben
Nach Scherereien mit säumigen Kunden und zunehmenden Erschwernissen verließen Moritz und Bertha Mangel im April/Mai 1933 die Stadt.3 In der Werderstraße 21 hatten sie im 1. Obergeschoss eine einfache 4-Zimmer-Wohnung mit Küche bewohnt. Sie hatten die Einrichtung verschleudern müssen, nur Kleidung und das Silber konnten sie mitnehmen. Die letzte Erwähnung in der Werderstr. 21 ist im Adressbuch 1937, als Ehepaar Mangel nachweislich schon über drei Jahre nach Frankreich verzogen war. Das lässt auf eine regelrechte Flucht schließen, die den Behörden zunächst nicht auffiel.

Nach Angaben seiner Tochter Ruth, die dies nach dem Krieg von Max (Meir) erfahren hatte, ging Robert zusammen mit den Eltern nach Straßburg. Von Dina und dem Sohn ist in den Dokumenten keine Rede, es ist aber anzunehmen, dass sich alle gemeinsam auf den Weg machten. Belegt ist, dass Moritz und Bertha Mangel über eine kurze Zwischenstation im elsässischen Molsheim nach Straßburg zogen, wo sie ab 5. Oktober 1933 an der Adresse „6 rue du Bain aux Roses“ wohnten, aber nicht lange bleiben konnten. Am 5. März 1934 zogen sie weiter nach St. Dié in Lothringen.32

Noch in den 1930er Jahren wurden Robert und Dina geschieden,33 Dina lebte 1938 mit ihrem kleinen Sohn wieder bei den Eltern Gersinsky in Heilbronn, Wolfganggasse 23. Am 27. Oktober 1938 wurde sie mit dem fünfeinhalbjährigen Bernhard und den Eltern von dort nach Zbaszyn an der polnischen Grenze abgeschoben; alle vier sind nach 1939 an unbekanntem Ort in Osteuropa ermordet worden. (Ihre Geschwister Leon und Frieda haben überlebt).

Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 den Norden Frankreichs eingenommen hatte, gelangten Robert und seine Eltern unter unklaren Umständen nach dem inzwischen besetzten Polen, wo sie mit Hirsch Hermann und Fanny Fuchs in Sosnowiec lebten.

Hirsch Hermann Fuchs war am 28. Oktober 1938 ebenfalls nach Zbaszyn verschleppt worden,34 konnte aber bald darauf nach Sosnowiec zu seinem Vater Nuchem Menachem gelangen, wie ein im Original im Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA) erhaltener Brief vom 13. Dezember 1938 an die Tochter „Dodi“ (Jutta) belegt.35 Hirschs Ehefrau Fanny, die für die Ausreise kein Visum erhalten hatte, folgte mit Benno im Mai 1939 nach Sosnowiec nach. Die jüdischen Wohngebiete in Oberschlesien waren seit Kriegsbeginn scharf kontrolliert; ein Ghetto entstand in Sosnowiec aber erst ab 1942.

Drei weitere Briefe von Hirsch Hermann Fuchs an die Tochter Jutta Aviva in Palästina sind in Abschrift überliefert.37 Am 4. Mai 1939 teilt er ihr die Adresse mit; Ehefrau und Sohn seien noch nicht da. Am 21. Juni schreiben Hirsch Hermann, Fanny und Benno gemeinsam, dass sie „beim Großvater“ wohnen und dass die Verhältnisse sehr schwer sind. Fanny ergänzt, „Hoffe dass Papa sich zu einer kleinen Parnose [d.h. Lebensunterhalt] emporarbeitet […] Am liebsten wäre mir, wenn wir alle wieder beisammen wären und zwar in Erez Israel. […] Ich lasse die Hoffnung nicht sinken“. Und der neuneinhalbjährige Sohn fügt an, „ich lerne feste Polnisch. Sei herzlich gegrüßt und geküsst, Bubi Benno Fuchs. Meine Adresse: Sosnowiec, Modrzejowska No 19“. Am 27. August schreibt Hirsch Hermann einen weiteren Brief, der aber nicht lesbar transkribiert ist.

In einem undatierten Brief von Rosel (Rosa) an ihre Halbschwester Dodi (Jutta) erwähnt die Schreiberin, die Zionistische Vereinigung in Dänemark bemühe sich gerade darum, Benno aus Polen nach Palästina herauszubekommen.38 Aufgrund des Kontextes dürfte der Brief von 1940/41 sein.
Eine Cousine der Mangel-Geschwister, Suzi Plawner, und ihr Mann Josef, zu Hause in 714 West 179th St, New York waren die Empfänger zweier ebenfalls im GLA überlieferter Briefe, Absender: „Fanny Sara Fuchs, Weichselstr. 6, Sosnowitz O/S“.

Hirsch Hermann (hier „Hersz“) schreibt darin am 28. Januar 1941: „Dankt dem l.G., dass Ihr dort [d.h. in Amerika] seid, wir wären auch froh, wenn wir wenigstens im Erez [d.h. in Palästina] wären“. Er bittet Josef, „der Selma“ zu sagen, sie solle „für die Eltern was schicken, Kleider, Lebensmittel. Der Robert ist auch hier, von der Dina ist er geschieden, wo die Dina mit dem Jungen ist, wissen wir nicht […] von der Rosel haben wir aus Dänemark regelmäßig Post, Thea [Amstowski] mit Familie wohnen auch hier in Sosnowitz“. Dann fügt Fanny hinzu: „Ich habe nur einen Wunsch, dass dieser entsetzliche Krieg bald ein Ende nimmt“. Am Rand steht noch: „Gruß u. Kuß Benno“. Die Erwähnung von Selmas Eltern (Moszek und Bajla Mangel) ist ein klarer Beleg, dass diese damals auch in Sosnowiec waren. Jutta Heimann hat auch in der Korrespondenz zur „Wiedergutmachung“ 1962 angegeben, dass ihre Eltern und die Großeltern Mangel mit Robert zusammen im Ghetto Sosnowiec waren, was sie zweifelsfrei aus dem Briefwechsel gewusst haben muss.
Hirsch Hermann schreibt am 15. Juni 1941, er habe wenige Wochen zuvor aus Lissabon über den HIAS (Hebrew Immigrant Aid Society) ein Lebensmittelpaket bekommen. „Wir haben von Familie Przysucha letztens gehört. Stellt euch vor, er ist in Lodz gestorben. […] Oh könnt ich bei Euch sein. Was macht unsere Selma […] Bleibt alle gesund...“

Im Gedenkbuch des Bundesarchivs findet sich die Angabe, Moszek und Bertha Bajle Mangel seien 1940 in das Ghetto Czestochowa gekommen und später im dortigen Zwangsarbeitslager umgekommen. Mit 1940 dürfte der Zeitpunkt der Einreise von Frankreich nach Polen gemeint sein. Der Deportationsort Czestochowa entspricht auch den Angaben von Max, der zunächst nach dem Krieg annahm, seine Nichte Jutta Aviva habe davon aus einem Rotkreuz-Brief erfahren. Dies musste er später aber als Mitteilung nach dem Hörensagen bezeichnen. Aviva Heimann bestätigte in einem Gedenkblatt 1999, die Großeltern Mangel seien 1942 in Czestochowa umgekommen.

Rosa, die von 1939 bis Oktober 1943 in Dänemark lebte, berichtete nach dem Krieg aus einem der letzten Briefe ihres Vaters Hirsch. Er habe 1942 geschrieben, dass Robert, der von Sosnowitz aus in einer Munitionsfabrik Zwangsarbeit verrichten musste, wegen Untergrundtätigkeit von den Nazis erschossen und seine Eltern zur Strafe nach dem Ghetto Warschau verschickt worden seien. Seither habe man nichts mehr von ihnen gehört. Diese Nachricht ist offenbar auch weiter an Max gelangt.39

„Ghetto Warschau“ war vermutlich ein Gerücht im Ghetto. Wahrscheinlicher ist das genannte Arbeitslager Czestochowa, wohin Ehepaar Mangel vermutlich im Frühjahr 1942 verschleppt wurden. Die meisten dort Festgehaltenen wurden noch im selben Jahr nach Treblinka gebracht, wo sie sofort nach Ankunft den Tod fanden.

Zu Roberts Schicksal gibt es weitere Berichte, die durch eine ganze Reihe von Details als gesichert gelten können: Zusammen mit dem ebenfalls in Sosnowiec lebenden Marek Liberman wurde Robert am 26. Februar 1942 von der Stapoleitstelle Kattowitz in das KZ Auschwitz „eingeliefert“. Robert erhielt die Häftlingsnummer 25262,40 Marek die Nummer 25263. Knapp drei Wochen später, am 18. März 1942 wurden die beiden von Auschwitz wiederum nach Sosnowitz „überstellt“.

Auf den Fotos im Museum Auschwitz, im Format von erkennungsdienstlichen Verbrecherfotos aufgenommen, ist erkennbar, dass Robert als Jude und politischer Häftling inhaftiert war.41 Robert und Marek wurden beschuldigt, Papiere gefälscht zu haben. Sie hatten anderen Menschen geholfen, aus dem besetzten Generalgouvernement in das vom Deutschen Reich annektierte, oberschlesische Gebiet herüber zu kommen, wohl um sie in dortigen Arbeitsstellen unterzubringen, während sie in den besetzten Gebieten noch viel stärker der Willkür von SS und Wehrmacht ausgesetzt gewesen wären. Arbeit galt immer als Überlebenschance.42

Um die Bevölkerung von ähnlichen Hilfsversuchen abzuschrecken, zwangen die Nazis am Purim-Feiertag, dem 23. März 1942 Mitglieder des örtlichen Judenrats, in Sosnowiec auf einer Grünfläche an der ul. Modrzejowska Galgen zu errichten.43 Die Bevölkerung wurde unter Strafandrohung zum Zuschauen gezwungen. Robert Mangel und Marek Liberman wurden dort öffentlich erhängt. Zum Schrecken der Passanten blieben die Hingerichteten tagelang hängen, wie ein Augenzeuge gegenüber einer Kommission am 21. Juli 1945 berichtete.44

Robert Mangel hat für seinen Mut und seine Mitmenschlichkeit mit dem Leben bezahlt. Er ist ein Beispiel für den jüdischen Widerstand, der oft genug kleingeredet worden und unbekannt geblieben ist.

Auch Bajlas Bruder Abraham Nowytarger mit Frau Rejzl und Kindern waren im Krieg im Sosnowiecer Ghetto. Das Ehepaar und die Kinder Shmuel und Hinda kamen um, zwei Söhne überlebten: Mordechai (Motel) in Australien und Moshe in Palästina.45

Was aus Hirsch Hermanns Vater Menachem Fuchs wurde, war nicht festzustellen. Wahrscheinlich ist er auch im Holocaust umgekommen.

Hirsch Hermann und Fanny Fuchs mit Benno gelten seit Frühjahr 1943 als „verschollen“; damals erhielt Rosa das letzte Lebenszeichen ihres Vaters.46 In Rosa Varda Sovels Gedenkblatt von 1955 und in Jutta Heimanns Gedenkblatt von 1999 ist zu lesen, dass die Eltern Fuchs und Benno vermutlich 1943 in Auschwitz-Birkenau umgekommen sind. Ihre letzte Adresse (so Varda) war ul. Modrzejowska 10 im Ghetto Sosnowiec. Das Gedenkbuch des Bundesarchivs weist darauf hin, dass sich die drei dort bereits in einem „Außenlager des K.L. Auschwitz“ befanden.


Moritz Mangels Bruder Jakob
Um 1905, wohl zusammen mit seinem jüngeren Bruder Moritz, kamen der 1869 geborene, aus Bedzin gebürtige Jakob Hersz Mangel und seine Frau Sima (Sabine) geb. Schweitzer aus der Geburtsstadt nach Darmstadt. Die beiden hatten mindestens sieben Kinder, darunter Kalman (Karl/Charles), geboren 189347 in Bedzin und Icek (Isak/Jitzhak), geb. 1903, und eine Tochter Elsa48.

Jakob Mangels Familie taucht in den Jahren um 1917-1919 in den Karlsruher Adressbüchern auf mit Wohnung Markgrafenstr. 8, 1. Obergeschoss und Geschäft in der Markgrafenstr. 6, Hofgebäude parterre: „Jakob Mangel, Flaschen Lumpen Alteisen.“ Dass sie danach wie die z.T. schon erwachsenen Kinder nach Straßburg umzogen, ist zu vermuten. Sie sind vermutlich vor der Verfolgungszeit verstorben.49

Sohn Kalman (Karl) war 1909-1912 Lehrling in Bensheim, 1912 für ein Jahr in Straßburg, ab 1914 in Gießen und hat sich nach Kriegsende 1919 in Straßburg niedergelassen.50 Nunmehr Charles genannt, heiratete er im Oktober 1920 die aus Jablonow stammende Chancia (Anna) geb. Werzberg, Tochter von Jakob Werzberg und Bertha, geb. Vogel. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Simon (Alain) geb. 1921 und Marcel geb. 1923. Sein Neffe Georges Loinger51 erinnert sich, Charles sei ein Träumer gewesen, der glücklich war, wenn er bei der Arbeit mit seiner geschulten Baritonstimme Opernarien singen konnte.52 In Straßburg war er Schochet (ritueller Schlachter) der polnischen Gemeinde „Adath Israel“.53 Er liebte das Theater und nahm seine Söhne in Charlie-Chaplin-Filme mit. Die Familie wohnte 6, rue de Ferette.54 Auch in Limoges, wohin sie nach der Evakuierung 1939 umzogen, arbeitete Charles in einer koscheren Schlachterei.

Charles Mangel wurde Anfang März 1944 von Vichy-Gendarmen abgeholt, dann von den Deutschen mit Transport 69 über Drancy nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. Für die Familie galt er jahrelang als vermisst, noch 1948 hoffte man auf seine Rückkehr. Auch Charles' Bruder Icek Mangel, verheiratet mit Lilly geb. Lewy,55 wohnhaft zuletzt in Lyon-Villeurbanne, wurde deportiert und ist umgekommen.

Den Namen von Charles' Witwe Anna, die in Frankreich im Versteck überlebt hat, finden wir in einem Schreiben von 1962 aus Darmstadt wieder, adressiert an die Stadt Karlsruhe. Gefragt wird darin nach der Karlsruher Vorkriegsadresse ihres Schwiegervaters Jakob, Markgrafenstraße 8.56

Für Charles' Sohn Marcel, Soldat in General de Gaulles Befreiungsarmee, war Karlsruhe der erste Ort in Deutschland, den er nach Kriegsende aufsuchte.57 Anders als der Vater, der mit seiner Stimme im zeitgenössischen Theater, in der Oper oder im traditionellen Gebetsritus zuhause gewesen war, fand Marcel sein Metier in der Stille der Pantomime, die im jüdischen Waisenhaus in Frankreich ebenso verstanden wurde wie in den großen Theatersälen in den USA, Japan oder – Karlsruhe, wo er etliche Auftritte gehabt hat. Mit seinem in der Resistance angenommenen Nachnamen Marceau wurde der Enkel von Jakob Hersz bzw. Großneffe von Moritz Mangel weltbekannt.

Ein Pantomimenkollege, Boguslaw Nowak, erwähnte nach Marcel Marceaus Tod 2007 gegenüber Journalisten, Marcel habe oft von Bedzin gesprochen. Als er einmal auf einer Reise von Krakau aus dort vorbei kam, sei er tief in Gedanken versunken gewesen.58

(Christoph Kalisch, März 2015)



Anmerkungen:
[1] 1885 im Standesregister Sosnowiec/JewishGen; laut Sohn Max in StadtAarchiv Karlsruhe 6/BZA 8616 Dezember 1884.
[2] Lt. Max M.: 1901 (6/BZA 8616), lt. Standesregister Sosnowiec (JewishGen): 1911.
[3] 1900 im Standesregister Sosnowiec/JewishGen, nicht plausibel, da minderjährig; später variieren die Daten, um 1901/2.
[4] Dieses Datum Standesregister Sosnowiec/JewishGen, später 25.5.1903.
[5] Dieses Datum Standesregister a.a.O. und Archiv Museum Auschwitz, später 24.9.1904.
[6] Angaben zu Verwandtschaftsverhältnissen aus Korrespondenz mit Jeff Cymbler, Stanley Diamond und Fred Frenkel (JewishGen), 2014
[7] Moritz' Berufsbezeichnung laut Geburtsurkunde des Sohnes Max 1907.
[8] Angabe von Sohn Max in Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA) 480/24899 Moritz Mangel.
[9] Vater der Auschwitz-Überlebenden Frieda Heimann-Marx, nach dem Krieg wieder in Karlsruhe.
[10] Stadtarchiv Karlsruhe, 8/Ze 2, 5. Juli 1923.
[11] Ausgabe vom 26. Juli 1923, S. 9.
[12] http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2597067.
[13] Geb.-Datum 20. nach Volkszählung 1937; andere Angaben 25.
[14] GLA 480/ /26545.
[15] Ebenda.
[16] Ebenda.
[17] GLA 480/26544 und 26545.
[18] Das geht aus den in Abschrift in GLA 480/26545 enthaltenen Briefen hervor, die sie von ihrer Halbschwester Rosa/Rosel erhielt.
[19] In: Schweigen hat seine Zeit..., S. 90.
[20] Stadtarchiv Karlsruhe , 8/StS 34 145, Bl. 179.
[21] Belegt durch Hinweis in Volkszählung 1937.
[22] Angabe ihres Vaters H. H. Fuchs in Brief an ihre Halbschwester Jutta in Palästina (21.6.39), vgl. GLA 480/26545.
23] Stadtarchiv Karlsruhe 6/BZA 8616.
[24] GLA 480/29440 Ankist, Selma.
[25] GLA 57 a Nr. 1354, Mangel, Selma (geb. Ankist) [sic!], Chortänzerin (1924-1929).
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-116854 .
[26] Stadtarchiv Karlsruhe 1/AEST 39/1 Erhebungsbogen.
[27] Angaben von Max Meir Mangel ebenda.
[28] Israelit. Gemeindeblatt Ausgabe B vom 25.5.1932, Rubrik „Trauungen“.
[29] http://www.stadtarchiv-heilbronn.de/publikationen/online_publikationen/_files/03-vr-11-franke-juden-in-heilbronn.pdf .
[30] Stadtarchiv Heilbronn und Yadvashem geben fälschlich 1937 an.
[31] Angaben Ruth N. in GLA 480/34571.
[32] Schreiben Polizeikommissariat Strassburg 1959 in GLA 480/24899. Aus St. Díe selbst gibt es wegen Kriegseinwirkung keine Akten zu dieser Zeit.
[33] GLA 480 24899 Moritz Mangel.
[34] Ebenda.
[35] GLA 480/26545
[36] Angaben der Töchter in GLA 480/26544.
[37] GLA 480/26545.
[38] Abschrift in GLA 480/26545.
[39] GLA 480 24899 Moritz Mangel.
[40] http://en.auschwitz.org/m/index.php?option=com_wrapper&Itemid=31 .
[41] Auskunft Panstwowe Muzeum Oswiecim 2014 .
[42] http://www.nizkor.org/hweb/people/e/eichmann-adolf/transcripts/Sessions/Session-027-02.html .
[43] http://collections.yadvashem.org/photosarchive/en-us/4116010.html .
http://polishjews.org/shoahtts/024.htm Mangiel/Liberman
[44] Vgl. auch: Interview with Michal Konecy about […] public hanging of two Jews, Mangiel and Lieberman, on the charge of helping to smuggle Jews from the Generalgouvernement to Silesia, 1942. Aus: Yad Vashem Record Group 0.62 Borwicz Collection File 391 Item ID 3732538, cf. http://goo.gl/AwAaXr .
[45] vgl. http://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=4982076 USC Shoah Foundation Interview!!!
[46] GLA 480/26544 und 26545 .
[47] eigene Angabe: 1895, vgl. Bui/Monnin (2010): Ils sont devenus francais, S. 437 ff.
[48] Verheiratete Sapir, später Barer; in den 1950er Jahren in PoT Yadvashem .
[49] AB 1918-20; vgl. Bui/Monnin (2010): Ils sont devenus francais, S. 436
[50] Vgl. Bui/Monnin (2010): Ils sont devenus francais, S. 437 ff.
[51] Geb. 1910, Sohn von Mina Loinger, geb. Werzberg, Annas Schwester.
[52] http://www.sztetl.org.pl/en/article/inowroclaw/7,organizations-and-associations/13429,marcel-marceau/ .
[53] http://judaisme.sdv.fr/perso/marceau/marceau.htm
[54] Vgl. Bui/Monnin (2010): Ils sont devenus francais, S. 450 (Adresse „vor dem Krieg“)
[55] Vgl. Elsa BARER in PoT YadvaShem
[56] Schreiben des RP Darmstadt vom 14.5.1962 an AEST, vgl. 1/AEST 38 bzw. 39
[57] http://judaisme.sdv.fr/perso/marceau/marceau.htm
[58] http://www.sztetl.org.pl/en/article/inowroclaw/7,organizations-and-associations/13429,marcel-marceau/ .