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Rosalie Seeligmann, 1938. Porträt in der nationalsozialistischen "Judenkennkarte"

Personendaten

Rosalie Seeligmann

Nachname: Seeligmann
geborene: Mayer
Vorname: Rosalie
Geburtsdatum: 7. September 1872
Geburtsort: Mainz (Deutschland)
Familienstand: verheiratet
Eltern: Bernard Albert und Henriette, geb. Rindskopf, M.
Verwandtschaftsverhältnis: Ehefrau von Dr. Arnold S.;

Mutter von Elisabeth, Paul und Anna Lotte Koch, geb. S.
Adresse: Hirschstr. 51
Kriegsstr. 192
Schule/Ausbildung: Privatschule Brecher
Beruf: Hausfrau
Deportation: 22.10.1940 nach Gurs (Frankreich)
Sterbedatum: 28. Dezember 1940
Sterbeort: Gurs (Frankreich)

Biographie

Dr. Arnold und Rosalie Seeligmann

Im Jahre 1861 den 19. August abends zehn Uhr wurde dahier geboren ein Knabe, welcher den Namen Arnold erhielt. Dessen Eltern sind:
August Seligmann, hiesiger Bürger und Kaufmann und dessen Ehefrau Henriette geborene Heßlein. Zeugen sind: die hiesigen Bürger Isak Henle, Lederhändler und Liebmann Durlacher, Synagogendiener. Karlsruhe, den 26. August 1861. Benjamin Willstätter Rabbiner
. So berichtet das Israelitische Standesregister.

Arnold Seeligmann war Ältester von fünf Geschwistern; das Elternhaus stand am Zirkel 23, Ecke Lammstraße. Es gehörte „Aron Seeligmanns Erben“, d.h. seinem Vater Isak August (1826-1884) und seinem Onkel Julius (1815-1890), die zusammen als „Gebrüder Seeligmann“ firmierten. Seine Mutter (1837-1923) stammte aus Bamberg. Seine Großmutter väterlicherseits, Lea geb. Worms(er), (1790 geboren), lebte noch. Sein verstorbener Großvater Aron (1793-1854) war Kaufmann und Synagogenrat gewesen.

Der Familienname war offenbar im frühen 19. Jahrhundert aus dem im Judentum verbreiteten Vornamen Se(e)ligmann entstanden, einer volkssprachlichen Entsprechung zu Ascher, dem Stammvater eines der zwölf Stämme Israels. Vorfahren trugen u.a. den Herkunftsnamen Ettlinger, wie viele Familien scheinen sie im 18. Jahrhundert aus dem Umland nach Karlsruhe zugezogen sein.

In kurzer Folge kamen Arnolds Geschwister zur Welt: Adolph Otto, 18. Dezember 1862; Maria Therese, 26. April 1864; Ernst Joseph, 19. Mai 1865, Emma Agathe, 16. November 1866.

Der Junge ging auf das Großherzogliche Gymnasium, d.h. zunächst ab Herbst 1870 auf das so genannte alte Lyzeum in den Flügelbauten der Stadtkirche am Marktplatz, ab 1874 in die noch heute bestehende Schule in der Bismarckstraße; Herbst 1878 schloss er mit „gut“ ab. Während er für Französisch („gut - sehr gut“) ein Faible gehabt haben mag, gab es in Turnen ein „hinreichend“. Im Abiturszeugnis hieß es: „gedenkt sich dem Studium der Rechte zu widmen“.

Ab Oktober 1880 studierte Arnold Seeligmann zwei Semester an der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg, wo er neben juristischen Vorlesungen auch Nationalökonomie bei Gustav von Schmoller hörte.
Dann schrieb er sich für zwei Semester an der Universität Leipzig ein, wo er u.a. Gerichtliche Medizin bei Hugo Sonnenkalb belegte.
Als nächstes bezog er die Universität Heidelberg, wo er drei Semester studierte, u.a. Französisches Zivilrecht, Rechtsphilosophie und Finanzwissenschaften, aber auch Geschichte der griechischen Philosophie bei Kuno Fischer.

1883 verstarb seine Großmutter väterlicherseits, Lea, im bemerkenswerten Alter von 92 Jahren.

Im Juni 1884 legte Arnold Seeligmann die 1. juristische Staatsprüfung mit „gut“ ab.
Die Vorlage einer Dissertation war seinerzeit noch nicht zwingend; so wurde er am 2. Juli 1884 aufgrund einer mündlichen Prüfung zum Dr. iur. promoviert. Dem Rigorosum am Vortag wohnten u.a. der Dekan und Staatsrechtler Prof. Dr. August von Bulmerincq sowie der Altphilologe und Aristoteles-Herausgeber Immanuel Bekker bei. Arnold Seeligmann bestand „cum laude“.

Er wurde kurz darauf als Rechtspraktikant vereidigt, konnte seine erste Stelle als Volontär beim Amtsgericht Karlsruhe antreten und meldete sich zugleich als Einjährig-Freiwilliger beim Badischen Leibgrenadierregiment No. 109.

Am Amtsgericht fielen ihm vielerlei Aufgaben zu: die Einvernahme von Beschuldigten und Verhafteten, die Erledigung von Requisitionen (Beschlagnahmen), Aushilfe beim Gerichtsschreiber u.ä.

Im September 1885 verstarb sein Vater im Alter von 58 Jahren in Karlsruhe.

Im Oktober wechselte Arnold Seeligmann nach dreiwöchiger Krankheit ans Landgericht Karlsruhe, wieder als Volontär. Dort arbeitete er Entscheidungsgründe aus und erledigte Sekretariatsarbeiten. März 1886 war bereits im Gespräch, er solle als Gehilfe und Amtsanwalt einen Kollegen am Amtsgericht Mannheim vertreten, was dann aber nicht geschah. Mai bis Ende 1886 trat er in den Dienst des Bezirksamts Ettlingen, wo er volontieren, also seine juristischen Kenntnisse im Alltag anwenden konnte.

Januar 1887 nahm er seinen viermonatigen Vorbereitungsdienst bei Rechtsanwalt Dr. Friedrich Weill in der Karl-Friedrich-Straße 8 auf. Weill bescheinigte ihm „großen Fleiß, exakte Pünktlichkeit und eine ungewöhnliche Kenntnis der Rechtsquellen und darauf bezüglicher Kasuistik“ und äußerte „volle Zufriedenheit“. Im Mai ging Dr. Seeligmann für weitere vier Monate als Volontär an den Verwaltungshof (das spätere Verwaltungsgericht), unterbrochen von einer Militär-Übung im Juli/August, zu der er eingezogen wurde.

Im September des selben Jahres trat er wieder beim Landgericht Karlsruhe ein, wechselte aber im Oktober wiederum ans Amtsgericht, um für die Laufbahn noch erforderliche Vorbereitungszeit zu erbringen. Im Februar 1888 beantragte er die Zulassung zur 2. juristischen Staatsprüfung, wobei ihm nun noch fehlende Vorbereitungszeiten nachgesehen wurden, im Mai trat er beim Amtsgericht aus und schaffte das Examen im Juni mit „gut“. Der frisch gebackene Referendar beantragte umgehend und mit Erfolg die Zulassung als Rechtsanwalt beim Landgericht Karlsruhe.1

Ab diesem Zeitpunkt wird er eine selbständige Anwaltspraxis geführt haben, denn Ende 1888 (Adressbuch 1889) erscheint er erstmals mit eigenem Namen als Rechtsanwalt unter der elterlichen Wohnadresse Zirkel 23 mit dem Zusatz: „Büro Lammstr. 1b“, d.h. auf demselben Eckgrundstück.

Im Mai 1894 beantragte er die Zulassung zum Oberlandesgericht Karlsruhe, wiederum mit Erfolg.2 Das OLG verhandelte vor allem Berufungs- und Beschwerdeverfahren, der Streitwert mag in der Regel hoch gewesen sein, der Kreis der zugelassenen Anwälte klein, die Stellung gesellschaftlich recht hoch angesehen.

1895 ersuchte er um eine Vertretung für eine einmonatige Abwesenheit, die ihm gewährt wurde. Denn am 24. April war Trauung! Rosalie („Rosi“) geborene Mayer, geboren am 7. September 1872 in Mainz, schloss mit ihm den Bund der Ehe.
Rosalies Vater Bernard Albert Mayer, Sohn eines Lehrers, besaß zusammen mit seinem Bruder in Pforzheim eine Fabrik für Silberwaren, Bijouterie und Korallen, war Gründer und Vorsitzender der B'nai B'rith Loge in Mainz und aktiv im bürgerlich-liberalenCentral-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens.3 Rosalies Mutter Henriette, geb. Rindskopf stammte aus einer seit dem Mittelalter in Frankfurt am Main ansässigen Familie.
Rosalies Bruder, Kommerzienrat Bernhard Albert Mayer, geboren 1866, war ebenfalls (zusammen mit Bruder Martin4) in der Schmuckwarenfabrikation in Pforzheim tätig und 1908 bis 1941, bis zur Flucht nach Argentinien, Erster Vorsteher der Jüdischen Gemeinde zu Mainz. Rosalie selbst hatte die Privatschule Brecher in Mainz besucht.

Ab 1896 erscheint als Adresse für Rechtsanwalt Dr. Seeligmann „Hirschstr. 51.II“, gelegen Ecke Gartenstraße, er wird wohl seine Kanzlei vergrößert haben.

Am 10. April 1896 kam das erste Kind in Karlsruhe zur Welt, (Anna) Lotte, am 1. Juni 1898 das zweite, Paul, am 27. Oktober 1899 das dritte, Elisabeth (genannt „Liesel“). Der Vater wird von Verwandten als freundlich und auf angenehme Weise distanziert geschildert, die Mutter als herzlich, lebhaft und mitteilsam. Die Seeligmanns waren - wie in ihren Kreisen üblich - sozial engagiert: Der Vater im Israelitischen Männerkrankenverein und im Verein Friedrichsheim Gailingen (einem jüdischen Altersheim bei Konstanz), die Mutter im Israelitischen Frauenverein und in der Tachrichim-Kasse (die die traditionelle, jüdische Totenbekleidung für Bedürftige finanzierte).

Die Familie bewohnte ab etwa Ende 1899 die II. Etage (1. OG) im eigenen Haus Kriegsstr. 108 (um 1915 umnummeriert in 192), nahe der Kreuzung Westendstraße, mit großem Garten. Im Vorderhaus parterre wohnte Arnolds Mutter Henriette (genannt „Jette“ oder „Jettchen“). 1899 war das Haus vom renommierten Architekten Hermann Billing umgebaut worden. Pläne und ein Foto zeigen eine schmucke fünfachsige Fassade in dezent antikisierender Formensprache.5

1910 erhielt Arnold Seeligmann das Ritterkreuz 1. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen, 1918 ein Eisernes Kreuz; ob der über 50-jährige dies in Kampfhandlungen des 1. Weltkriegs erwarb, ist möglich, aber unbekannt.

Aus der bewegten Weimarer Zeit, der Ära der ersten deutschen Demokratie ist nichts Näheres über Dr Seeligmanns anwaltliche Tätigkeit in Karlsruhe überliefert, die er aber offenbar erfolgreich ausübte. Das elterliche Haus am Zirkel 23 war in den 1920er Jahren Druck- und Verlagshaus der Badischen Presse geworden. Im Januar 1923 starb Arnold Seeligmanns Mutter in Karlsruhe.

Die Kinder müssen in diesen Jahren ihre jeweilige Berufsausbildung durchlaufen haben; die älteste Tochter Lotte heiratete den aus Mainz gebürtigen Kinderarzt Dr. Georg Koch; die Familie lebte in Wiesbaden. Die Jüngste, Liesel, Absolventin der Höheren Mädchenschule in Karlsruhe, wurde z.B. staatlich geprüfte Laborantin.

Im Juli 1931 gratulierte der badische Justizminister in einem Brief Dr. Seeligmann zum Siebzigsten, der Jubilar erwiderte: „Es war mir eine Genugtuung, meine Lebensarbeit von so hoher Stelle anerkannt zu sehen“.

Ab etwa 1933 hatte das völkische Hetzblatt der NSDAP Gau Baden, „Der Führer" im ehemaligen Elternhaus Zirkel 23/Lammstraße 1b seinen Sitz.

1933 gab Dr Seeligmann seine Kanzlei auf und gewann mit einem Beitrag zum Stichwort „Rundfunkfrieden“ beim Wettbewerb der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft den mit 1.000 RM dotierten 2. Preis. Die Schrift wurde unter dem Titel „Die Ortsüblichkeit des § 906 BGB. im Spiegel des Problems des Schutzes gegen Rundfunkstörungen“ im Archiv für Funkrecht abgedruckt. Während viele Kollegen ab April 1933 von Berufsverbot durch die Nazis betroffen waren, betraf dies Dr. Seeligmann offenbar als Weltkriegsteilnehmer nicht.

Im selben Jahr verstarb Schwiegersohn Georg Koch in Wiesbaden an Krebs.

1934 brachte das Berliner Auktionshaus Graupe6 die „Gemäldesammlung Kommerzienrat Bernhard Albert Mayer, Mainz: Werke niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts“ zur Versteigerung. Damit mag Rosalies Bruder im Blick auf eine geplante Auswanderung einen Teil des väterlichen Nachlasses aufgelöst haben.

Im November 1935 zeigte der 74-jährige Dr Seeligmann den Verzicht auf seine Rechtsanwaltschaft an. Damit blieb ihm 1938 die Demütigung erspart, nur noch als „Rechtskonsulent“ für jüdische Mandanten arbeiten zu dürfen. Nicht erspart blieben den Seeligmanns die üblichen Sanktionen und Repressalien:
Laut „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden“ vom 26. April 1938 mussten alle Vermögen über 5.000 RM offengelegt werden.
Am 9./10. November tobte auch in Karlsruhe der als „spontaner Volkszorn“ inszenierte, in Wirklichkeit von Parteistellen angeleitete Pogrom: beide Synagogen wurden mehr oder minder zerstört, Geschäfte demoliert, Menschen eingeschüchtert.
Ab November 1938 war der Opern-, Konzert- oder Theaterbesuche außerhalb des Jüdischen Kulturbunds verboten.
Nicht verwunderlich, dass auf einer Karteikarte für Rosalie Seeligmann 1938 vermerkt ist: „Magenleiden“.
Ab 1939 galten die Zwangsnamen Israel bzw. Sara. Pässe trugen fortan ein großes "J". Führerscheine und Fahrzeugpapiere wurden eingezogen. Schmuck und Edelmetalle mussten großenteils abgegeben werden.
Im Frühjahr 1939 musste die Jüdische Gemeinde auf Kosten der Mitglieder die nur teilweise beschädigte Synagoge in der Kronenstraße abtragen lassen.
Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 waren Radiogeräte, Woll- und Pelzsachen, Schreibmaschinen, elektrische Geräte, Fotoapparate, Ferngläser, Fahrräder und „alle entbehrlichen Kleidungsstücke" abzuliefern. Das Halten von Haustieren wurde untersagt.

Allen Haushalten wurde als „Sühneleistung“ für das Attentat auf den NS-Diplomaten vom Rath die so genannte Judenvermögensabgabe auferlegt, bei den Seeligmanns waren dies etwa 60.000 RM, 20Prozent ihres errechneten Vermögens, fällig in vier Raten bis August 1939 an das Karlsruher Finanzamt. Im November wurden weitere 5 Prozent nachgefordert. Insgesamt 1 Mrd. RM sollte damit der jüdischen Bevölkerung entzogen werden.

Im Herbst 1938 emigrierte die verwitwete älteste Tochter Lotte mit ihren Kindern Lore und Herbert von Wiesbaden aus nach London, wo sie als Haushaltshilfe Arbeit fand. Herbert wurde zunächst auf der Isle of Man interniert, bis er ebenfalls nach London durfte.
Dem Bruder Paul gelang 1939 die Auswanderung nach Toronto (Kanada).

Im Folgejahr nahmen die Schikanen zu: Ab Juli 1940 verloren jüdische Haushalte ihre Telefonanschlüsse (die Seeligmanns hatten den Anschluss „703“ gehabt) und durften auch öffentliche Fernsprechzellen nicht mehr benutzen.

Am 22. Oktober 1940 traten die Eheleute zusammen mit Arnolds Großcousin Oskar Seeligmann (1876-1941) und über 900 weiteren KarlsruherInnen die erzwungene Reise nach dem südfranzösischen Internierungslager Gurs an. 50 kg Gepäck und 100 RM pro Person durften mitgenommen werden. Die Fahrt in französischen Personenzügen dauerte über drei Tage, das letzte Stück per Lastwagen endete in einem Meer von umzäunten Baracken, umgeben von sumpfigem Gelände, am Fuß der Pyrenäen, im nicht besetzten Teil Frankreichs.

Bereits am 23. meldete der übereifrige „Gauleiter“ Robert Wagner, der die Verschleppung zusammen mit dem saarpfälzischen Kollegen Josef Bürckel teilweise eigenmächtig organisiert hatte, seinen „Gau“ als ersten „judenrein“. Das Haus der Seeligmanns wurde in der Folgezeit durch die Reichsfinanzverwaltung enteignet. Es ist im Luftkrieg zerstört worden.

Die Tochter Liesel war der Verschleppung nach Gurs entgangen, erfuhr 1941 bei Verwandten in Mainz von den dortigen Lebensbedingungen ihrer Eltern und protestierte bei den Nazibehörden. Sie geriet vermutlich in Gestapo-Haft und brachte sich in der Folge ums Leben.

Erst im Dezember des Jahres trafen Hilfsorganisationen in Gurs ein. Am 28. Dezember starb aber die Mutter Rosalie, vermutlich an Typhus. Zwei Tage später schrieb der Witwer an Tochter Lotte in England über seine Trauer und dass er geträumt habe, kurz nachdem er die durch einen Zaun getrennte Frau noch wiedergesehen hatte, sie würden „Hand in Hand in ein freundliches Städtchen fortziehen“. Er starb selbst am 28. Juli 1941 in Gurs.

Paul änderte seinen Namen in Shelton und ist um 1975 in Kanada verstorben. Herbert Koch und seine Schwester Lore kehrten nach dem Krieg nach Deutschland zurück. Lotte, die Mutter der beiden, starb 1964 in London.

Herbert Koch und Familie waren am 9. November 2006 in Karlsruhe, als der Aktionskünstler Günter Demnig für Rosalie und Dr. Arnold Seeligmann an deren ehemaligem Haus je einen Stolperstein zum Gedenken an Rosalie und Arnold Seeligmann verlegte. Manchmal verneigen sich Vorbeigehende beim Lesen der Steine.

(Christoph Kalisch, Januar 2007)

Anmerkungen:
[1] Reichsanzeiger Nr. 180 vom 13. Juli 1888.
[2] Reichsanzeiger Nr. 127 und 130 vom 5. Juni 1894.
[3] Im deutschen Reich 3.1903, S. 238f berichtet u.a. von seiner Beisetzung am 9.3.1903 in MZ.
[4] Im deutschen Reich, Jg 10 (1904) Nr 3, S. 172.
[5] Bis Ende 1941 nennt das Adressbuch Dr. Seeligmann als Eigentümer.
[6] http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/ak/graupe.html