Grabstein zum Gedenken an die ermordeten Karlsruher Juden

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wurde im Januar 2001 der Grabstein enthüllt, auf dem alle Namen der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten und zu Tode gekommenen Karlsruher Juden eingraviert sind. Er ist Ausdruck der Hoffnung, die Vertriebenen und Toten, die meist keine eigene Grabstätte haben, zumindest symbolisch heimzuholen und einen Ort des Erinnerns in unserer Stadt zu haben. Der Grabstein trägt die deutsche Inschrift: "Den von den Nationalsozialisten ermordeten Karlsruher Juden zum Gedenken". Auf hebräisch lautet die Inschrift: "Gedenket aller Seelen von Juden der heiligen Gemeinde der Stadt Karlsruhe, die in der Schoa ermordet wurden" darunter die Formel: "Seine Seele möge eingebunden sein im Bunde des ewigen Lebens". Der Grabstein ist in Verbindung mit diesem "Gedenkbuch" Teil der Erinnerungskultur in Karlsruhe. Das Gedenkbuch enthält neben den Namen der Toten Informationen zu der jeweiligen Person. Nach und nach sollen die Biographien der Toten von Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern, von Jugendlichen oder Gruppen geschrieben und hinzugefügt werden. Dadurch wird das Buch im Laufe der Zeit wachsen als Zeichen der Empathie und Teilhabe. [weiter...]